Updates

Update 07.04.21

Heute wurden zum ersten Mal 42 Impfungen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer in unserer Praxis verabreicht. Von der Anlieferung und Zubereitung des Impfstoffs sowie Dokumentation bis zur eigentlichen Impfung ist dieser Vorgang eine riesige logistische Herausforderung für eine Hausarztpraxis. Unser Team war gut vorbereitet und die Impfungen konnten termingerecht und komplikationslos durchgeführt werden. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an mein fleißiges, engagiertes Team, das mit viel Hingabe und Herzblut diesen ersten Impfnachmittag durchgeführt hat.

Die Bescheinigung für die vorgezogene Impfung aufgrund einer Erkrankung können Sie hier bestellen. (Bitte anklicken)

Update 15.03.21

Das Bundesgesundheitsministerium hat heute die Corona-Impfung mit dem Astra-Zeneca-Impfstoff ausgesetzt. Und das, nachdem wir Ihnen als unseren Patienten versichert haben, daß die Imfung mit dem Astra-Zeneca-Impfstoff sicher ist. Wir haben diese Einschätzung nicht leichtfertig abgegeben, sondern nachdem wir uns kritisch mit unseren Fachverbänden und hausärztlichen Kollegen zu diesem Thema beraten haben. Folgendes ist Fakt. Einerseits: 1.100 von 1.000.000 Frauen bekommen wegen der Pille eine Thrombose. Der Zusammenhang ist wissenschaftlich belegt. Die Pille ist trotz vieler Nebenwirkungen mehrheitlich unumstritten. Andererseits: 6 von 1.000.000 Menschen haben nach einer Astra-Zeneca-Impfung eine Thrombose bekommen. Es gibt bislang keine Hinweise auf einen kausalen Zusammenhang.

Der Stopp für den Impfstoff von Astra-Zeneca ist für uns Hausärzte unverständlich. Man hätte eine Selektion vornehmen können um besonders Thrombose-gefährdete Personen von der Impfung mit diesem Impfstoff auszunehmen, bis eine endgültige Klärung der Sachlage erfolgt ist. Aber die Impfung mit diesem Impfstoff komplett auszusetzen wirft die Immunisierung der Bevölkerung um Monate zurück.

Update 09.03.21

Wir würden Sie lieber gestern als heute bei uns in der Praxis gegen das Coronavirus impfen. Lieber im Dezember als im März. Nachdem es zuerst an der Impfstoffkapazität scheiterte, steht nun mal wieder die Bürokratie im Weg. Denn nun ist Impfstoff da. Aber? Nun muß erst einmal getestet werden, ob wir Hausärzte das überhaupt können. Es ist ja nicht so, daß wir täglich impfen gegen Tetanus, Hepatitis, Influenza, FSME etc, nebenher im normalen Praxisbetrieb? Obwohl wir seit Monaten diskutieren, wie einfach und unproblematisch für unsere Patienten die Impfung in unserer Praxis wäre, kommt eine bürokratische Hürde nach der nächsten. Zunächst werden in Hessen 50 Allgemeinmedizinische Praxen ausgewählt, die mit der Impfung in der Praxis anfangen können, als Testlauf. Wir haben uns als Testpraxis beworben. Daß wir als eine von 50 Praxen in Hessen berücksichtigt werden, ist natürlich aussichtslos. Dabei wäre es für unsere Patienten so wichtig, eine wohnortnahe Möglichkeit zur Impfung zu bekommen. Und Erfahrung mit der Corona-Impfung haben wir auch schon gesammelt, da meine Tochter und ich im Januar im Alsfelder Impfzentrum bereits geimpft haben. Wir möchten und wir können und wir dürfen nicht. Danke für nichts, Herr Spahn. Hier ein Link zu einer Stellungnahme einer hausärztlichen Kollegin auf DocCheck – absolut lesenswert!

Update 28.01.21

Ab sofort haben wir die Möglichkeit, unsere Covid-Patienten zu Hause mit Unterstützung einer App und eines Pulsoxymeters zu überwachen. Sie möchten diesen Service nutzen? Dann gehen Sie bitte wie folgt vor:

  • Rufen Sie bitte in der Praxis an und informieren Sie uns, wenn sie positiv auf Covid-19 getestet wurden.
  • Sie benötigen ein Smartphone oder einen Angehörigen der bereit ist, Ihre Werte in ein vorhandenes Smartphone einzugeben. Weiterhin benötigen Sie eine Email-Adresse oder einen Angehörigen, der eine Email-Adresse zur Verfügung stellen kann.
  • Schicken Sie bitte eine Kontaktperson (die unbedingt symptomfrei sein sollte und nicht vor kurzem positiv getestet wurde) in die Praxis. Sie erhalten leihweise, kostenlos ein Pulsoxymeter.
  • Per Email erhalten Sie anschließend eine Anleitung zur Installation der App auf Ihrem Smartphone sowie einen Registrierungscode. Nachdem die App erfolgreich installiert wurde werden Sie gebeten, die Werte der Sauerstoffsättigung sowie einige andere Parameter einzugeben und ein paar Fragen zu beantworten.
  • Auf unserem Praxis-Tablet ist die Überwachungssoftware installiert. Wir kontrollieren mehrmals täglich Ihre Werte und setzen uns mit Ihnen in Verbindung, wenn Handlungsbedarf besteht.
  • Dieser Service ist für Sie komplett kostenfrei. Nach Beendigung der Beobachtung bringen Sie uns bitte das Pulsoxymeter zurück.

Update 10.01.21

Auf vielfachen Wunsch verlinken wir Ihnen hier die Corona-FAQs von Dr. Christian Kröner, Hausarzt in Neu-Ulm:

Update 24.12.20

Für die Imfung gegen das Corona-Virus hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) folgende, gut verständliche Information an uns Hausärzte versendet. Wir geben diese Informationen hier gern an Sie weiter.

Schutzimpfungen mit höchster Priorität

Senioren ab 80 Jahren, Alten- und Pflegeheimbewohner und bestimmtes Personal mit sehr hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen und Altenheimen sollen zuerst geimpft werden. Hier werden insbesondere mobile Impfteams eingesetzt. Dies werde laut Bundesgesundheitsministerium mindestens ein bis zwei Monate in Anspruch nehmen. Danach folgen die Schutzimpfungen der nächsten Priorisierungsstufe.

Ärztliche Atteste jetzt noch nicht erforderlich

Laut Impfverordnung benötigen Patienten mit Vorerkrankungen der Priorisierungsstufen zwei und drei ein ärztliches Attest, damit sie ihren Anspruch auf eine vorrangige Impfung nachweisen können. 
In der ersten Phase der Impfungen mit höchster Priorität ist es jedoch noch nicht erforderlich, dass Ärzte Vorerkrankungen per Attest bescheinigen: Das Alter des Anspruchsberechtigten wird über den Personalausweis, die berufliche Tätigkeit über einen Arbeitgebernachweis geprüft werden. Bei Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen erfolgt der Nachweis über eine Bescheinigung der Einrichtung. 

Stufe zwei mit hoher Priorität

Zur zweiten Stufe mit hoher Priorität zählen der Impfverordnung zufolge unter anderem alle Menschen ab 70 Jahren sowie Menschen mit einem sehr hohen oder hohen Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf, beispielsweise Menschen mit Demenz oder einer geistigen Behinderung sowie Patienten nach Organtransplantationen. Auch Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit hohem oder erhöhtem Expositionsrisiko arbeiten ‒ insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmittelbaren Patientenkontakt ‒ werden in dieser Kategorie genannt. 

Dritte Stufe mit erhöhter Priorität

Die dritte Stufe umfasst laut Impfverordnung alle Menschen ab 60 Jahren oder mit erhöhtem Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf aufgrund von Vorerkrankungen. Auch Personen in besonders relevanten Positionen in staatlichen Einrichtungen, wie etwa bei der Feuerwehr oder Polizei, sollen dann eine Impfung erhalten. Personen, die in medizinischer Einrichtungen mit niedrigem Expositionsrisiko tätig sind, beispielsweise in Laboren, und Personal, dass keine Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten betreut, zählen ebenfalls zu dieser Kategorie. 

Keine Rangfolge innerhalb der einzelnen Stufen

Innerhalb der einzelnen Prioritätsstufen wird keine Rangfolge der genannten Personengruppen aufgeführt, sodass gegebenenfalls abhängig von der epidemiologischen Situation vor Ort bestimmte Anspruchsberechtigte vorrangig berücksichtigt werden können. 

Update 23.12.20

Wir schicken derzeit sehr viele Patienten zum Test in das Vogelsberger Test-Center in Herbstein. Leider erhalten wir kaum Rückmeldungen über die Ergebnisse. Deshalb nochmals unsere dringende Bitte: teilen Sie uns Ihr Testergebnis mit, unabhängig davon, ob der Test von uns veranlasst wurde oder nicht, und unabhängig davon ob es positiv oder negativ ausgefallen ist. Nutzen Sie hierzu auch gerne unser Kontaktformular, wenn Sie uns außerhalb unser Sprechzeiten informieren möchten.

Update 16.12.20

Wie Ihnen sicherlich nicht entgangen ist, auch der Vogelsbergkreis, obwohl lange verschont, wird von der Pandemie überrollt. Wir versuchen weiterhin, unsere Patienten zu schützen, keine medizinisch notwendigen Behandlungen ausfallen zu lassen und gleichzeitig für Patienten mit Erkältungsbeschwerden und Verdacht auf Covid-19-Infektionen eine optimale Versorgung zu gewährleisten.

Seit Ende November arbeiten wir sehr gut mit dem neuen Test-Center in Herbstein zusammen und können zeitnah Termine zum Corona-Test anbieten.

Gleichzeitig sind wir engmaschig in Kontakt mit dem Vogelsbergkreis, der das Impfzentrum in Alsfeld aufbaut. Unser Team wird mit allen Kapazitäten in diesem Impfzentrum mitarbeiten.

Für Sie als Patienten, wenn Sie sich gegen das Corona-Virus impfen lassen wollen, haben wir Stand heute noch keine konkreten Informationen bereit. Fest steht bisher nur, daß Sie sich nicht selbst um einen Termin bemühen müssen. Entsprechend der Reihenfolge, in der bestimmte Personengruppen geimpft werden sollen, werden Sie rechtzeitig informiert. Die genauen Abläufe hierzu stehen aber noch nicht fest.

Eine weitere Info zum Erhalt von FFP2-Masken in Apotheken. Diese Maßnahme wurde von der Bundesregierung initiiert und läuft unabhängig von den Hausarztpraxen. Zum Ablauf lesen Sie hier das Schreiben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung:

Abgabe von FFP2-Masken durch Apotheken beginnt

15.12.2020 – Um Ansteckungsrisiken mit dem Coronavirus in besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppen zu reduzieren, erhalten Risikopatienten ab heute erste kostenfreie FFP2-Masken. Die Abgabe erfolgt durch die Apotheken.

Grundlage bildet die Coronavirus-Schutzmasken-Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums, die am Dienstag in Kraft getreten ist. Anspruch haben demnach gesetzlich Versicherte, die das 60. Lebensjahr vollendet haben oder bei denen eine bestimmte Erkrankung beziehungsweise ein bestimmter Risikofaktor vorliegt (siehe Infokasten).

In der Apotheke: Personalausweis oder Eigenauskunft

Um noch in diesem Jahr möglichst viele Risikopatienten mit den Schutzmasken auszustatten, erfolgt die Abgabe der ersten drei Masken pro Person in einem vereinfachten Verfahren. Demnach legen über 60-Jährige in der Apotheke ihren Personalausweis vor, Jüngere mit Vorerkrankungen geben eine sogenannte Eigenauskunft. Dies kann durch eine Eigenerklärung erfolgen, die zu unterschreiben ist.

Ab Januar: Bescheinigung der Krankenkasse

Ab Januar können Risikopatienten weitere zwölf Schutzmasken bekommen. Für den Bezug erhalten sie von ihrer Krankenkasse eine Bescheinigung, die sie in der Apotheke vorlegen.

Die Eigenbeteiligung beträgt zwei Euro je sechs Masken. Versicherten zahlen diesen Betrag, wie bei der Zuzahlung für Arzneimittel, direkt in der Apotheke.

Update 19.11.20

Nach wie vor meldet der Vogelsbergkreis zwischen 15 und 24 Neuinfektionen täglich, hier ist keine Entspannung zu bemerken und auch der bundesweite Trend mit weiterhin über 20 000 Neuinfektionen pro Tag ist mehr als bedenklich. Zugleich steigt die Todesrate, sowohl bundesweit wie auch im Vogelsberg. Man muß leider feststellen, es ist Mitte November und der „Lock down light“ zeigt nicht den gewünschten Effekt. Woran es liegt, wir können es im Moment noch nicht erklären.

Es gibt aber auch erfreuliche Nachrichten, und zwar gleich zwei. Das Feldatal und die umliegenden Gemeinden Ulrichstein, Schwalmtal und Lautertal haben seit ca 2 Wochen keine oder sehr wenige Neuinfektionen. Die zweite gute Nachricht ist, ab nächster Woche wird es wieder ein Testcenter im Vogelsbergkreis geben. Die Testkriterien ändern sich dadurch allerdings nicht!

Update 10.11.20

Es gibt gute Nachrichten und schlechte. Da die guten Neuigkeiten überwiegen, erzählen wir Ihnen darüber zuerst. Das Gesundheitsamt meldet heute 9 neue Corona-Fälle für den Vogelsbergkreis, für das Feldatal keinen. Im gesamten Kreis gehen die Neuinfektionen zurück: flatten the curve – wir hoffen, daß der Trend anhält.

Weiterhin gute Nachrichten können wir aus internen Gesprächen mit den hausärztlichen Kollegen berichten. Wir arbeiten seit vielen Wochen gemeinsam fieberhaft daran, daß im Vogelsberg wieder ein Corona-Testcenter eingerichtet wird. Der Vorteil des Centers liegt klar auf der Hand: Infektionspatienten sollen möglichst aus den Hausarztpraxen herausgehalten werden. Viele Praxen verfügen nicht über die Möglichkeit, Infektionspatienten von Risikopatienten räumlich zu trennen – so auch wir. Auch das Infektionsrisiko für Praxispersonal kann deutlich reduziert werden, wenn Corona-Verdachtsfälle zentral an einer Stelle getestet werden. Wir hoffen, daß in naher Zukunft unsere Anstrengungen zum Erfolg führen und das Test-Center seine Arbeit aufnehmen kann. Unsere Praxis wird das Center gern mit Man Power unterstützen.

Nun die schlechten Nachrichten. In den Laboren liegen über 100 000 Covid-19-Proben, die nicht bearbeitet werden können. Deshalb beginnt sich die Auswertung der Corona-Tests bereits spürbar zu verzögern. Grund dafür ist nicht die mangelnde technische Ausstattung der Labore, sondern das Personal, das an seine Grenzen gerät – analog zum Personal-Problem in den Kliniken (siehe Update 08.11.20). Wir haben bereits in den letzten Wochen, auch wenn das nicht immer auf Ihr Verständnis gestoßen ist, strenge Abwägungen getroffen über die Notwendigkeit eines Corona-Tests, aber dies geschah bereits vor dem Hintergrund, daß die Überlastung der Labore absehbar war. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat folgende Richtlinien in Anlehnung an die Empfehlung des RKI herausgegeben:

„04.11.2020 – Das Robert Koch-Institut hat die Testkriterien für symptomatische Patienten modifiziert. Danach sollen nicht mehr alle Patienten mit einer akuten respiratorischen Symptomatik auf das SARS-CoV-2 getestet werden, um eine Überlastung der Arztpraxen und Laborkapazitäten in den Herbst- und Wintermonaten zu verhindern.

Der Fokus liegt auf Patienten mit schwerer oder sich verschlechternder respiratorischer Symptomatik. Sie sollen nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) getestet werden – ebenso Patienten mit Geruchs- und Geschmacksstörungen sowie Infekt-Patienten mit Kontakt zu einem bestätigten Fall.

Patienten mit leichterer Symptomatik wie Schnupfen oder Halsschmerzen sollen dagegen nur getestet werden, wenn zusätzliche Kriterien erfüllt sind. Dazu zählen Personen, die zu einer Risikogruppe gehören oder in einer Pflegeeinrichtung, Arztpraxis oder einem Krankenhaus tätig sind. Ein zusätzliches Kriterium kann auch der Kontakt zu vielen Personen, insbesondere zu Risikogruppen, sein.

Patienten mit leichter Erkrankung, die nicht getestet werden, sollten möglichst fünf Tage zu Hause bleiben, ihre Kontakte reduzieren und mindestens 48 Stunden symptomfrei sein, bevor sie die häusliche Isolation verlassen, rät das RKI. Diese Empfehlung gilt vor allem ab einer 7-Tages-Inzidenz im Landkreis von 35/100.000 Einwohnern. Bei sekundärer klinischer Verschlechterung wird eine sofortige Testung auf SARS-CoV-2 empfohlen.

Die meisten Patienten mit Atemwegserkrankungen seien mit eher ungefährlichen respiratorischen Viren infiziert und könnten sich so gut zu Hause auskurieren, begründet das RKI seine Empfehlung. Allerdings seien die meisten dieser Viren, auch wenn sie häufig nur leichte Symptome auslösten, schnell auf andere Personen übertragbar.

Durch eine 5- bis 7-tägige Genesungszeit zu Hause werde verhindert, dass diese Patienten in vollen Wartezimmern, auf Arbeit oder in der Schule andere Personen ansteckten. Ärzte können bei Bedarf telefonisch eine Krankschreibung ausstellen.“

Das bedeutet für Sie: Ihr Hausarzt entscheidet, ob ein Test erforderlich ist. Dafür bieten wir Ihnen unsere ausführliche telefonische Beratung an, für die Sie sich jederzeit mit einem Anruf in unserer Praxis anmelden können. Außerhalb unserer Sprechzeiten erreichen Sie uns mit Fragen zum Corona-Virus unter 0173 15 4 19 18 auf unserem Praxis-Mobiltelefon. Sie können auch unser Kontakt-Formular verwenden.

Update 09.11.20

Erneut erfreuliche Nachrichten: Das Gesundheitsamt meldet heute 7 neue Fälle für den Vogelsbergkreis (da ist das Wochenende mit inbegriffen), und keiner davon ist im Feldatal aufgetreten. Lassen Sie uns dieses Ergebnis vorsichtig optimistisch interpretieren: bereits seit einigen Tagen und Wochen fällt uns auf, daß die Bevölkerung im Feldatal sich sehr konsequent an die Vorgaben und Abstandsregeln hält. Vor allem beim Einkaufen in unseren Feldataler Märkten läßt sich eine große Rücksichtnahme beobachten: es wird gewartet, Platz gemacht oder mal ein Umweg durch die Regale geschoben. Das alles ist bei uns selbstverständlich und darüber sind wir Ihnen als Praxis-Team sehr dankbar. Nebenbei bemerkt sieht das in Städten mit deren Supermärkten, Discountern und Baumärkten ganz anders aus, da wird gedrängelt, geschubst, die Vorfahrt des Einkaufswagens erzwungen, oder gar keiner benutzt, und die Kunden zwängen sich teilweise mit 20 cm Abstand aneinander vorbei. Man traut seinen Augen nicht wenn man das sieht! Und tatsächlich finden sich in den Gemeinden mit dichten Strukturen derzeit die häufigsten Neuinfektionen.

Ohne wissenschaftliche, epidemiologische Belege – aber allein die Beobachtung läßt den Rückschluß zu: offensichtlich sind wir, solange wir alle gemeinsam Rücksicht nehmen, in unseren Feldatalern Einkaufsmärkten ziemlich auf der „sicheren Seite“. Zudem bieten alle Einkaufsmöglichkeiten im Feldatal für Risiko-Patienten einen Liefer-Service an, die Nachbarschaftshilfe „Wir statt ich“ bringt Ihren Einkauf ohne Zusatzkosten zu Ihnen nach Hause. Wenn Sie sich krank fühlen oder tatsächlich in Quarantäne bleiben müssen, können Sie natürlich ebenso den telefonischen Einkauf in den Feldataler Märkten in Anspruch nehmen und Ihren Einkauf von einer Kontaktperson abholen lassen. Wir haben im Feldatal hervorragende Strukturen, die funktionieren – BITTE NUTZEN SIE DIESE!

Die Telefonnummern unserer Märkte werden regelmäßig im Feldatalboten veröffentlicht. Hier zeigen wir Ihnen noch einmal alle Nummern zum Nachlesen:

Tegut Kestrich06637 919024
Blumenhaus Schermer06637 466
Getränkequelle Kestrich06637 918848
Edeka Böck Stumpertenrod06645 570
Edeka Scharmann Köddingen06645 376

Update 08.11.20

Wir melden uns aus dem Urlaub zurück mit einem erfreulichen Update. Nach der Lektüre der Emails aus dem Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises, das tagesaktuell über die neuen Fälle berichtet, sind im Feldatal in dieser Woche keine neuen Fälle dazu gekommen! Wir danken Ihnen herzlich für jeden Verzicht, auf die großen und die kleinen Einschränkungen, die Sie in Kauf genommen haben.

Bundesweit sieht es nicht so gut aus und wir hoffen, daß das Gesundheitssystem, insbesondere die Krankenhäuser, in Deutschland weiterhin stabil arbeiten kann. Was uns allen klar ist, die technische und materielle Ausstattung in den Kliniken ist natürlich exzellent. Aber was fehlt, ist Personal. Und zwangsläufig ist das vorhandene Personal häufig längst über die individuelle Leistungsgrenze gegangen. In einigen großen Kliniken werden die Pausen für Intensiv-Pfleger und -Schwestern zwar ermöglicht, allerdings vor dem Monitor… um die Pause sofort zu beenden, wenn ein Patient sich verschlechtert. Bitte halten Sie bei Gelegenheit inne und denken Sie an diese Menschen, die auf den Intensivstationen alles geben.

Update 28.10.20

Das sind keine schönen Bilder. Flatten the curve – Sie erinnern sich? Dieser Slogan wurde im Frühjahr von großen Anteilen der Bevölkerung Deutschlands angenommen, und es hat funktioniert. Polizeiwagen fuhren durch Frankfurt mit Blaulicht, über Lautsprecher spielten sie „The Circle Of Life“ von Elton John und bedankten sich damit dafür, daß die Menschen zu Hause blieben. Wir konnten im Frühjahr die Kurve abflachen, die Überlastung des Gesundheitssystems verhindern und die explosionsartige Verbreitung des Virus wie in Italien, Spanien, Frankreich und Belgien verhindern. Wir haben damals schwer aufgeatmet, weil die Menschen in Deutschland das Problem verstanden und richtig reagiert hatten. Und nun haben wir ein noch viel größeres Problem als im Frühjahr und müssen Sie noch einmal bitten, auf die gerade wieder gewonnenen Freiheiten erneut zu verzichten. Wir Mediziner sehen das Ende der Belastungsgrenze des Gesundheitssystems bereits kommen. Wir können rund um die Uhr und an jedem Wochenende arbeiten und werden eine Kehrtwende wie im Frühjahr nicht erreichen, wenn die Bevölkerung uns nicht zuarbeitet. Deshalb unsere eindringliche Bitte: Flatten the curve.

Bund und Länder haben heute Nachmittag in der Ministerpräsidentenkonferenz einen teilweisen Lockdown für den gesamten Monat November beschlossen. Dabei wurden die Erfahrungen aus dem ersten Lockdown im Frühjahr berücksichtigt und es werden nun Kitas und Schulen geöffnet bleiben, die Wirtschaft wird so weit wie möglich geschont und subventioniert, die größten Einschnitte wird es im Bereich privater Zusammenkünfte, Veranstaltungen und Sport sowie Gastronomie und privater Reisen geben. Das tut unserem Praxis Team auf privater Ebene ebenso weh wie Ihnen. Und trotzdem, flatten the curve im Interesse aller steht vor unseren privaten Interessen, auch wenn unsere Wanderung, auf die wir uns so sehr gefreut hatten und die Sie , unsere Patienten, uns so sehr gegönnt haben, dafür ins Wasser fällt.

Update 25.10.2020

Im Vogelsbergkreis ist die Inzidenz von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in 7 Tagen überschritten (heute: 50,2). Das Hessische Eskalationskonzept nach dem Ampelsystem finden Sie hier.

In enger Zusammenarbeit mit Bürgermeister Leopold Bach sprechen wir die Konsequenzen für unsere Gemeinde ab. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang die Meldungen im Feldatal-Boten und in Newsticker auf Telegram. Besonders wichtig ist uns, daß Sie den Ernst der Lage erkennen und mit uns an einem Strang ziehen. Bitte verzichten Sie unbedingt auf freiwilliger Basis auf Zusammenkünfte in geschlossenen Räumen mit mehreren Personen, die nicht in Ihrem Haushalt leben. Eine große Bitte an alle Vereine: verzichten Sie bitte auf alle Vereinstätigkeiten, erledigen Sie wichtige Absprachen telefonisch oder in Videokonferenzen. Wir versuchen, dafür einen Support aufzubauen. Bitte nutzen Sie die Möglichkeit, Ihre Einkäufe telefonisch in unseren Geschäften zu bestellen, wenn sie zur Risiko-Gruppe gehören. Das gesamte Feldatal ist auf die Unterstützung jedes Einzelnen angewiesen, um eine weitere Eskalation zu verhindern!

Update 21.10.20

Das Corona-Virus ist im Feldatal angekommen und wir müssen uns alle auf Veränderungen einstellen. Da wir die vorhandenen Test-Kapazitäten nicht bis aufs äußerste ausreizen sollten, werden wir streng unterscheiden müssen, welche Tests sofort erforderlich und welche nicht sinnvoll sind. Wir entscheiden mit Ihnen gemeinsam telefonisch die Vorgehensweise. Bitte geben Sie hierfür eine zuverlässige Rückrufnummer an. Wir rufen täglich in der Mittagspause sowie dienstags und donnerstags nach der Abendsprechstunde alle aufgenommenen Rückruf-Nummern an.

Hier erhalten Sie einen Überblick über die aktuelle Vorgehensweise

Patient mit Erkältungssymptomen
ohne Kontakt zu Covid-19-positiv getesteter
Person
erhält eine Krankmeldung, wird nach individueller Bewertung getestet
Kontakt zu Covid-19-pos. Person
oderWarnung über Corona-App
ohne Symptome
erhält eine Krankmeldung und wird getestet
Kontakt zu Covid-19-pos. Person oder Warnung über Corona-App
mit Symptomen
erhält eine Krankmeldung und wird getestet
Kontakt zu einer Person, die Kontakt zu einer weiteren Person hatte, die positiv getestet wurdeKontaktverfolgung 2. Grades wird nicht getestet, aber beobachtet und getestet, wenn Kontaktperson 1. Grades positiv getestet wurde oder Symptome auftreten

Update 29.08.20

Die Vorgaben für die Testverfahren von Reiserückkehrern, für Lehrer und Erzieher und symptomatische Patienten ändern sich ständig, manchmal mehrmals täglich. Wir informieren uns rund um die Uhr für Sie und sind weiterhin für Sie in allen Fragen rund um die Pandemie der erste Ansprechpartner. Wir erarbeiten mit den ärztlichen Kollegen im Vogelsberg, der KV Hessen und dem Vogelsbergkreis gemeinsam ein Netzwerk, um gut auf den Herbst und Winter vorbereitet zu sein.

Wenn Sie Erkältungssymptome haben oder Kontakt zu einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person hatten, wenn Sie die Corona-Warn App verwenden und eine Warnung erhalten, setzen Sie sich bitte unbedingt telefonisch mit unserer Praxis in Verbindung. Außerhalb unserer Sprechzeiten erreichen Sie uns unter der Mobil-Nummer 0173 15 4 19 18

Update 01.08.,2020

Reiserückkehrer haben den Anspruch auf einen kostenlosen Corona-Test innerhalb von 72 Stunden nach ihrer Rückkehr aus einem definierten Risikogebiet (laut Definition des RKI, bitte unter diesem Link nachlesen) Wenn Sie diesen Test durchführen lassen wollen, gehen Sie bitte wie folgt vor:

  • Setzen Sie sich bitte mit diesem Anliegen zunächst telefonisch mit unserer Praxis in Verbindung. Unsere Mitarbeiter*innen werden Sie nach möglichen Symptomen einer Covid-19-Infektion fragen.
  • Sind Sie symptomfrei, können Sie am gleichen Tag zu uns in die Praxis kommen. Wenn Sie Symptome einer Covid-19-Infektion aufweisen, schicken Sie bitte einen symptomfreien Angehörigen oder Nachbarn, der nicht gemeinsam mit Ihnen die Reise unternommen hat, mit Ihrer Versichertenkarte und einem Nachweis Ihrer Reise in die Praxis.
  • Außer Ihrer Versichertenkarte benötigen wir Dokumente darüber, daß Sie tatsächlich in einem Risikogebiet Urlaub gemacht haben. Das können Hotel-Rechnungen sein, Flugtickets, Bustickets oder ähnliches.
  • Sie oder die von Ihnen beauftragte Person erhalten von unserer Praxis eine Bescheinigung darüber, daß ein Corona-Test bei Ihnen erforderlich ist sowie die Adresse der Einrichtung, die den Test bei Ihnen vornehmen wird.
  • Wenn Sie das Testergebnis erhalten haben, setzen Sie sich bitte erneut telefonisch mit unserer Praxis in Verbindung. Sie erhalten ein ärztliches Attest über das Ergebnis und erfahren von uns die weitere Vorgehensweise.
  • Der Corona-Test ist nach dem aktuellen Beschluß des Bundesgesundheitsministeriums für Sie kostenlos durchführbar. Die Bescheinigung für die Durchführung des Coronatests und das abschließende Attest durch unsere Praxis erhalten Sie ebenfalls unentgeltlich.
  • Üblicherweise werden in anderen Arztpraxen Gebühren für die Bescheinigungen in Höhe von 25 bis 40 € im Sinne einer IGeL-Leistung verlangt. Wir verzichten auf diese IGeL-Leistung und bitten für die Bescheinigung um einen freiwilligen Betrag von 1 €. Dieses Geld möchten wir der Nachbarschaftshilfe „WirStattIch“ zugute kommen lassen. Die Nachbarschaftshilfe fährt seit März diesen Jahres auf eigene Spritkosten Lebensmittel aus unseren Märkten zu älteren und gefährdeten Personen nach Hause.

Update 08.05.2020

  • Wir werden immer wieder gefragt, ob wir ein Attest über die Befreiung von der Maskenpflicht ausstellen können. Solch ein Attest ergibt aus unserer Sicht bei den Patienten, die in unserer Praxis behandelt werden, keinen Sinn. Auch Patienten mit Atemwegserkrankungen werden durch eine Maske aus Stoff oder Zellstoff keinen erhöhten Atemwegswiderstand erfahren, sondern einen besseren Schutz vor einer Infektion haben als ohne Maske. Die Maskenpflicht bezieht sich im Wesentlichen auf Einkäufe und auf die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs. Bedenken Sie bitte, daß Geschäftsinhaber und Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe Ihnen ohne Maske den Zutritt zu Geschäften und die Mitnahme in öffentlichen Verkehrsmittels auch dann verweigern können, wenn Sie ein Attest vorweisen.
  • Das Gesundheitsamt stellt keine Atteste für eine Befreiung von der Maskenpflicht aus.
  • In Hessen besteht keine Maskenpflicht für den Aufenthalt in Arztpraxen.

Update 14.04.20

Die Zahlen für Deutschland, für Hessen und erst recht für den Vogelsberg und unsere Gemeinde (mit bisher keiner gemeldeten Infektion in Feldatal) sehen sehr gut aus. „Flatten the curve“ hat, wie es aussieht, funktioniert. Wir können zwar nicht aufatmen, aber die Luft anhalten und hoffen, daß dieser Trend sich fortsetzt. Dafür zeichnet sich nun ein neues Problem ab. Unsere fachärztlichen Kollegen melden gehäuft Absagen von vereinbarten Terminen durch Patienten, die Angst vor einer Infektion mit dem Corona-Virus haben. Dadurch entsteht die Gefahr, daß chronische Erkrankungen sich verschlechtern. Auch Termine in den Hausarztpraxen werden nicht wahrgenommen oder gar nicht erst vereinbart aus der Befürchtung heraus, sich in der Praxis zu infizieren. Wir möchten Sie auf jeden Fall bitten, wenn Sie unsicher sind, ob Sie zu uns oder zum Facharzt kommen sollen, telefonisch mit uns Rücksprache zu halten. Alle Praxen bitten Patienten mit Erkältungssymptomen, nicht persönlich zu erscheinen, so auch wir. Das Wartezimmer ist so gut wie leer und bietet ausreichend Gelegenheit, um den Sicherheitsabstand einzuhalten. Bitte rufen Sie uns an, wir werden eine Lösung finden. Gerade für chronisch erkrankte Patienten ist es wichtig, daß sie unter ärztlicher Kontrolle bleiben.

Update 08.04.20

Wir haben heute nur erfreuliches zu berichten. Die Neuinfektionen steigen in Deutschland langsamer an als in Spanien und Italien. Die Kliniken sind handlungsfähig geblieben und im Vogelsberg sind die Infektionszahlen nach wie vor übersichtlich. Feldatal hat bisher, nach aktuellem Kenntnisstand, keine Infektion zu vermelden. Außerordentlich erfreut sind wir darüber, daß unser größtes Problem, nämlich die fehlenden Atemschutzmasken, nun vorläufig gelöst ist. Von der KV Hessen haben wir ein kleines Kontingent erhalten, einige Patienten haben uns ihre einzige FFP Maske gebracht, die sie noch zu Hause hatten. Den Löwenanteil hat Bürgermeister Leopold Bach gestemmt, indem er bei den umliegenden Handwerkern alle verfügbaren Masken für uns organisiert hat. Viele Patientinnen haben genäht und uns Masken vorbei gebracht. Wir danken Ihnen allen herzlich für Ihre Mühe! Wir können weiter für Sie da sein!

Update 01.04.20

Dies ist kein April-Scherz. Wir werden mit unserem Team auf die uns bevorstehende Situation flexibel reagieren und uns auf alle Eventualitäten einstellen. Wir haben deshalb das Team umgestellt, damit wir handlungsfähig bleiben, wenn wir in Quarantäne gehen müssen. Bisher ist keine Quarantäne in Sicht, aber wenn sie kommt werden wir folgendes für Sie als unsere Patienten ermöglichen: Die Praxis bleibt weiterhin täglich von 8 bis 18 Uhr telefonisch erreichbar. Die Video-Sprechstunde wird weiterhin möglich sein. Außerdem haben wir ein Home Office eingerichtet, mit dem ich von zuhause aus auf den Praxis-Rechner zugreifen kann. So können wir weiterhin ohne Einschränkungen Rezepte, Überweisungen, Krankmeldungen, Physiotherapie- und Podologie-Rezepte ausstellen und Medikamentenpläne anpassen. Lediglich die Laborleistungen müßten wir delegieren. Das alles ist nicht so schön wie eine normale, unbeschwerte Sprechstunde. Aber wir werden das beste daraus machen. Andrà tutto bene – alles wird gut.

Update 31.03.20

Flatten the curve – was bedeutet das? Die Übersetzung lautet: glätte die Kurve.

In fast allen europäischen Ländern steigen die Zahlen der Infizierten mit dem Corona-Virus steil an. Steil bedeutet in diesem Sinne, daß die Zahlen buchstäblich durch die Decke gehen. Nur ein geringer Teil der Infizierten erkrankt schwer, aber wenn wir nur von einem Anteil von 0,2 bis 0,4 Prozent schwerer Verläufe ausgehen, dann sind das bei 100 000 infizierten Menschen auf einen Schlag einfach zu viele Schwerkranke, die auch unser Gesundheitssystem nicht auffangen kann. Es ist durchaus möglich, bei schweren Krankheitsverläufen durch eine intensivmedizinische Behandlung einschließlich maschineller Beatmung diese Menschenleben zu retten. Die vielen Todesfälle in Italien (täglich fast 1000) und Spanien sind deshalb zu verzeichnen, weil dort nicht genügend Beatmungsgeräte und nicht genügend medizinisches Personal zur Verfügung stehen. Die Kollegen in diesen Ländern müssen entgegen jeglicher Ethik entscheiden, daß ihre Patienen sterben müssen, weil einfach die Ressourcen fehlen.

Die Situation in Deutschland ist im Moment sogar noch so weit entspannt, daß Patienten aus Italien und Frankreich bei uns intensivmedizinisch betreut werden können. Das bedeutet, auch für deutsche Patienten sind noch genügend Kapazitäten vorhanden. Das ganze wird aber sofort kippen, wenn bei uns die Infektionszahlen zu schnell ansteigen. Wir müssen also unter allen Umständen die Kurve glätten, das heißt Neuinfektionen vermeiden und damit die Kurve so flach halten, daß sie unterhalb der symbolischen Decke bleibt. Auch wenn Sie selbst keine Angst vor einer Infektion haben, Sie würden sie weitergeben und damit dazu beitragen, daß das System instabil wird. Dann hätten auch Ärzte in Deutschland irgendwann das große Dilemma der Entscheidung, wer beatmet wird und wer nicht. Und wir Landärzte müssten entscheiden, wen wir in die Klinik schicken und wen nicht. Denken Sie bitte in diesem Zusammenhang nicht nur an sich selbst, sondern auch an Ihre Eltern, die Eltern von Freunden, an Ihre Großeltern und an die vielen Menschen, die in Ihrem Umfeld leben und gefährdet sein könnten.

Update 24.03.20

Die Situation ist alles andere als rosig. Im Moment müssen wir an allererster Stelle darum kämpfen, daß unsere Praxis so weiter arbeiten kann wie bisher. Wir wissen nicht wie es weitergeht. Das heutige Update möchten wir nutzen um uns zu bedanken – bei unseren Patienten, die mit vielen Aufmerksamkeiten wie Blumen, Gebäck, Pralinen, Grüßen per Mail und per Telefon unsere Arbeit schätzen.  Andreas Habermehl und sein Schwiegersohn Mirko haben uns eine Plexiglaswand an die Anmeldung gebaut, wir sind unendlich froh darüber. Bürgermeister Leopold Bach ist für uns jederzeit erreichbar und unterstützt uns ohne Zeitverzug und mit vielen guten Ideen – tausend Dank dafür.  Unsere Dehnsche Apotheke ermöglicht wie immer alles, und ist mit ihrer unglaublichen Flexibiltät und Professionalität ein perfekter Partner an unserer Seite. Wir danken den vielen freiwilligen Helfern und den Lebensmittelmärkten in der Gemeinde. Wir haben einen wunderbaren Zusammenhalt und eine phantastische Rückendeckung in Feldatal und wissen das sehr zu schätzen.

Update 23.03.20

Die KV Hessen bittet die niedergelassenen Ärzte, die Patieten mit einer Covid-19 Infektion so lange wie möglich zu Hause zu behandeln. Glücklicherweise betrifft das unsere Patienten bisher nicht, es wird aber auch schwierig abzubilden, da unserer Praxis trotz ungezählter Emails und Telefonate nach wie vor die dafür erforderliche Schutzausrüstung fehlt. Wir können also nur auf Zeit spielen, Infektionen vermeiden und weiter hoffen, daß wir Masken und Kittel erhalten, bevor jemand ernsthaft erkrankt. Bitte helfen Sie uns, Zeit zu gewinnen!

Risikopatienten für einen schwierigen Verlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus sind nach aktueller Definition:

  • Chronische Atemwegserkrankungen
  • Hypertonie
  • Diabetes mellitus
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Erkrankungen oder Therapien, die das Immunsystem schwächen
  • Onkologische Erkrankungen
  • Dialysepatienten

Update 19.03.20

Ab sofort wird in Alsfeld täglich von 9 bis 13 Uhr die Testung auf eine Infektion mit dem Corona-Virus durchgeführt. Zur Zeit müssen wir die Ressourcen für die Tests sehr streng zusammen halten. Zum jetzigen Stand werden Personen getestet, die einen schweren Verlauf der Infektion erleiden und möglicherweise infiziertes medizinisches Personal. Leicht erkrankte Personen können zum jetzigen Zeitpunkt nicht getestet werden. Wenn Sie befürchten, sich mit dem Corona-Virus angesteckt haben, melden Sie sich bitte in der Praxis. Wir entscheiden gemeinsam, was zu tun ist. Gehen Sie bitte nicht auf eigene Faust zum Testcenter. Für den Test benötigen Sie eine Bescheinigung oder Zuweisung von der Terminservicestelle 116 117, vom Gesundheitsamt oder von Ihrem Hausarzt.

Update 18.03.20

Häufig wird in unserer Praxis nachgefragt, ob Patienten, die von ihrem Arbeitgeber als Risikopatienten eingestuft wurden oder dies selbst so einschätzen, von unserer Praxis eine Bescheinigung darüber erhalten können. Solch eine Bescheinigung gibt es nicht und ist von keiner verantwortlichen Stelle bisher vorgegeben worden, also nützt sie auch niemandem etwas. Aufgrund solch einer Bescheinigung kann Ihr Arbeitgeber Sie nicht freistellen und Ihre Lohnfortzahlung aus öffentlichen Mitteln beantragen. Es gibt lediglich 2 Bescheinigungen, die in der derzeitigen Situation sinnvoll sind:

  1. Sie sind tatsächlich erkrankt, egal ob an einer Coronavirus-Infektion oder an jeder anderen beliebigen Erkrankung, dann setzen Sie sich bitte mit unserer Praxis in Verbindung, Sie erhalten eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, die den gleichen Zweck erfüllt wie bisher: bis zu 6 Wochen erhalten Sie eine Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber, danach Krankengeld von Ihrer Krankenkasse.
  2. Wird Ihre Arbeitsstelle wegen eines bestätigten Coronavirus-Falls vom Gesundheitsamt nach dem Infektionsschutzgesetz vorübergehend geschlossen, schickt der Arbeitgeber die Angestellten komplett oder teilweise nach Hause. Der Arbeitgeber bekommt eine Bescheinigung vom Gesundheitsamt über die Notwendigkeit der Betriebsschließung. Mit dieser Bescheinigung, und nur diese erfüllt den Zweck, kann der Arbeitgeber beim Land Hessen eine Entschädigung beantragen. Näheres dazu finden Sie hier.

Sollten Ihre Fragen hiermit nicht ausreichend geklärt sein, werden wir uns mit Ihrem Anliegen gern beschäftigen. Da unser Telefon jetzt schon weitgehend überlastet ist haben Sie auch die Möglichkeit, Ihr Anliegen per Email an service@landarztpraxis-feldatal.de zu senden. Wir werden Ihnen so schnell wie möglich anworten, bitten aber um etwas Geduld, da wir den Praxisalltag auch noch zu stemmen haben.

Update 17.03.20

Die Infektionsrate in Deutschland steigt zur Zeit etwas langsamer als in Spanien und in Italien. Wir müssen diesen kleinen Voprsprung ausnutzen und bitten deshalb im Interesse aller gefährdeten Patienten darum, daß jeder in Feldatal dazu beiträgt, das Infektionsrisiko zu minimieren. Da in Alsfeld und Lauterbach alle nicht relevanten Geschäfte und Einrichtungen ab morgen geschlossen sind und dort die Regale in den Discountern und Supermärten noch leerer sind als bei uns, ergibt sich kaum ein Grund, in die Städte zu fahren. Bitte nutzen Sie den Abhol- und Lieferservice für Lebensmittel in Feldatal. Wir wollen Sie nicht einsperren oder Ihnen Voschriften machen. Wir möchten Sie lediglich zu Ihrer eigenen Sicherheit bitten, in den nächsten Wochen auf unnötige Kontakte zu verzichten, um die Ausbreitung des Corona-Virus und Ihre eigene Infektionsgefahr zu verringern.